Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

Aktivitäten

Wandern & Besichtigen; Im offiziellen Terminkalender des SGV ist der Tag des offenen Denkmals in jedem Jahr eine feste Größe. Der Anlass also, um „Wandern“ und „Besichtigen“ von bauhistorischen Gebäuden in geeigneter Weise zu einem einheitlichen Erlebnis werden zu lassen. Die SGV-Abteilung Letmathe konnte dieses Erlebnis in diesem Jahr sogar um die Komponente, „Einkehren“ in eine historische Gaststätte, erweitern.

Gestartet wurde am Sonntag, 12.09.2021 zunächst mit einer ca. acht Kilometer langen Wanderung durch die Wälder im Bereich des Lägertals. Das weitere Programm führte die Gruppe dann in das ehemalige und historische Zeughaus, das mit großem Aufwand neu aufgebaut worden ist und nunmehr eine biobewusste Gastronomie beherbergt. Hier erhielten die Teilnehmenden neben erfrischenden Getränken und kulinarischen Leckerbissen, auch interessante Informationen über die Geschichte des Hauses, den aufwendigen Umbau und die Bedingungen der heutigen Nutzung.

Weiter ging es zum "Kleine-Leute-Haus" aus dem Jahre 1712, welches ca. 36 m² Wohn- und Arbeitsfläche aufweist und auf den Resten der alten Stadtmauer gebaut worden ist. Fachkundig wurde erläutert, dass in diesem Haus bis zu 8 Personen gewohnt und gearbeitet haben sollen. Die sich anschließende Besichtigung ließ die SGVer ahnen, unter welchen, heute kaum vorstellbaren Bedingungen, Wohnen und Arbeiten auf engstem Raum hier stattgefunden haben müssen.

Sodann führte der ehemalige Iserlohner Stadtarchivar ein in die „Industriekultur der südlichen Innenstadt“. Er wies darauf hin, dass einige später namhafte Firmen in kleinen „Fabrikskes“ hier in der südlichen Innenstadt ihre Tätigkeit begonnen hätten. Zudem schildert er anschaulich die Produktionsbedingungen und was dies für das direkte Wohnumfeld und die dort lebenden Menschen bedeutet hätte. Erklärungen gab er z. B. auch zu den ehemaligen Standorten von Kornmühlen, die im gesamten Lägertal zu finden gewesen seien. Die Führung endet im Bereich der ehemaligen Unternehmen Christophery und Kissing & Möllmann. Hier erläuterte er den Teilnehmenden die Bedeutung, die diese Betriebe einst gehabt hätten. Zudem deutete er an, unter welchen Umständen der Niedergang ab den 1970er Jahren stattgefunden hat.

Für die SGV-Abteilung Letmathe war diese Veranstaltungskombination nach Aussage der Teilnehmer/-innen ein Highlight. Der Tag vereinte Bewegung mit geschichtlichen, aber auch kulturellen, kulinarischen und einfach spannenden Elementen. Wir danken den Vortragenden auch an dieser Stelle. Es war bereichernd und hat Spaß gemacht!

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Wanderfreizeit; Die Zimmer im Hotel an der Ahr waren bereits für Anfang September gebucht; die Touren auf dem Ahrsteig und dem Rotweinwanderweg ausgearbeitet. Die SGV-Wanderfreizeit 2021 sollte nach Mayschoß-Laach führen. Aber dann wurde das Ahrtal im Juli von dieser gigantischen und furchtbaren Flutkatastrophe erfasst. Am 19.07.2021 erhielt die SGV-Abteilung Letmathe die Nachricht, dass „unser“ Hotel nicht mehr nutzbar, nunmehr eine Ruine sei. Wir waren, wie alle anderen auch, insbesondere im Hinblick auf die Schicksale und Schäden, die die Region getroffen hatte, geschockt. Alle wussten, dass die ausgefallene Wanderfreizeit das allerkleinste der nunmehr existierenden Probleme war.

Kurz entschlossen organisierten Wanderfreundinnen und Wanderfreunde eine andere Wanderfreizeit. Das neue Ziel in Sachsen-Anhalt hieß „Drei-Annen-Hohne“ im Harz. Das wunderbare Spätsommerwetter lieferte dann den Rahmen für die vom 02.09. bis 06.09.2021 durchgeführte Freizeit in dieser Welt aus Fachwerk, Dampflokbahn und Bergwildnis. Das Aufwärm-Programm im Harz am 02.09.2021 führte die Wandergruppe nachmittags - noch vor dem Einchecken - gleich über eine Wegstrecke von ca. 9 km zur mystischen Leistenklippe.

Am Folgetag war die Steinerne Renne das Ziel. Zunächst hinauf in das Gebiet am Ottofelsen, einer 36 Meter hohen Granitklippe mit herrlichem Rundumblick auf den weitläufigen östlichen Teil des Oberharzes zwischen Brocken, unserem Hotelstandort und Wernigerode. Später führte die Strecke dann durch einen Wald, talwärts. Hier thront spektakulär auf einem Felsen das Gasthaus Steinerne Renne. Darunter sprudelt der Wasserfall. Das richtige Ziel für unsere Mittagspause. Durch den Wald ging es weiter, dem Bach entlang über eine Art natürliche steinerne Treppe mit äußerst unterschiedlichen Stufen, in eine Schlucht und ins Tal. Der Abstieg war nach allgemeinem Empfinden aufregend, absolute Konzentration war gefordert. Dabei hörte man phasenweise auch immer wieder die Geräusche und sah den Qualm der nahen Schmalspurbahn. Es zischte, es dampfte, es stampfte. Ein wundersamer Sound im Konzert mit dem Plätschern des Wildbachs. Abschließend fuhren die Teilnehmenden noch nach Wernigerode, der Stadt mit dem historischen Stadtkern und den aufwendig restaurierten und farbenfrohen Fachwerkhäusern.

Am nächsten Tag ging es von Schierke, der Stadt, die dem berühmten Kräuterlikör seinen Namen gab, zum Wurmberg, der Heimat der Downhiller, Mountainbiker und Monsterrollerfahrer. Vorbei wanderten die Letmather an Felsformationen, die mit besonderen Namen wie „Schnarcher- und Mäuseklippe“ bezeichnet sind. Der Wurmberg bietet nicht nur ein 360 Grad-Panorama, sondern ist mit 971 Metern der höchste Berg Niedersachsens im schönen Nationalpark Harz. Verblüfft stellte die Wandergruppe fest, dass bei dem Blick auf den fernen Brocken, der komplette vorgelagerte Wald quadratkilometerweit braun und abgestorben ist.

Für den letzten Tag hatten sich die Wanderfreundinnen und -freunde die Fahrt mit der schnaubenden Dampflockbahn aufgespart. Was für ein Erlebnis an einem solchen Spätsommertag! Vom Bahnhof Drei Annen Hohne fuhr die Gruppe mit dem ersten Zug zum  1.141 m hoch gelegenen Brocken (Sachsen-Anhalt), einem in seiner Kargheit und Unnahbarkeit faszinierendem Gipfel. Hier nutzten die Teilnehmenden die vielfältigen Informationsmöglichkeiten. Um einen absoluten Überblick zu erhalten, bot sich zudem die Nutzung des um den Gipfel herumführenden Panoramaweges an. Mit der Bahn fuhr man später wieder hinunter bis hin zur Basisstation der HSB in Wernigerode, um einen Kaffee in einem der tollen Straßenlokale zu trinken.

Am Abend ließen die Wanderfreundinnen/ -freunde dann das Erlebte abschließend noch einmal Revue passieren. Schauten auf viele wunderbare Fotos, die während der Wanderfreizeit entstanden waren und in einer Internet-Gruppe geteilt wurden. Man war sich einig, eine eindrucksvolle, vom Wetter verwöhnte und harmonische Wanderfreizeit erlebt zu haben. Der besondere Dank galt zudem den Organisatoren. Aber dann war da auch noch einmal ein kleiner Rückblick auf die Ereignisse im Zusammenhang mit der Umweltkatastrophe und der ausgefallenden Wanderfreizeit an der Ahr.

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Wandern; Vom Wanderheim an der Schwerter Straße ging es am 01.08.2021 gemeinsam mit Mitgliedern der SGV-Abteilung Lüdenscheid zu einer Rundwanderung über ca. 11 km via Volksgarten und Oestrich ins Naturschutzgebiet Sonderhorst und weiter zum Burgberg, mit seinen tollen Aussichten. Friedhelm Siegismund erläuterte vor Ort zum einen Wissenswertes zur Burgberggeschichte, gab aber auf dem Rückweg auch weitere Information zur Gegenwart und Vergangenheit des Oestricher Dorflebens. Über Grürmansheide kamen die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde dann in den Außenbereich des Wanderheims und ließen die schöne Wanderung bei Kaffee und Kuchen abschließend gemeinsam Revue passieren.

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Wandern; Bei herrlichem Wetter starteten die Mitglieder der SGV-Abteilung Letmathe am 30.05.2021 zur ersten gemeinsamen Wanderung im Jahre 2021. Die Tour führte etwa 17 km durch das Lennetal bei Nachrodt und über umliegende Höhenzüge. Immerhin galt es dabei, rund 500 Höhenmeter zu überwinden. Der Tenor war am Ende eindeutig: Für den Einstieg in die Saison war die Route schon ein wenig herausfordernd. Aber es war einfach auch schön, unter diesen tollen Bedingungen wieder gemeinsam die Natur erleben zu können.

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Umweltaktion;
Im Rahmen der vom Umweltamt der Stadt Iserlohn unterstützten Aktion "Letmathe na sauber" beseitigte die SGV-Abteilung Letmathe am 17.04.2021 an der Schwerter Straße im Bereich des Wanderheims Böschungen von Müll und Unrat.

Einige Schnappschüsse von Helfer/-innen, Arbeitsfeldern und Sammelergebnissen:

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