Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

Unsere Chronik

U. a. aus der Festschrift:

100 Jahre SGV Abteilung Letmathe

Nur zwei Monate nach der Gründung des Hauptvereins (25.Januar 1891 in Hagen), wurde die SGV-Abteilung-Letmathe am 07. März 1891 von wanderfreudigen Herren im Hotel zur Post in Letmathe gegründet. Die treibende Kraft dafür war der Fabrikant Carl Hassel. Dem Verein traten spontan 60 Personen bei.
Bereits am 11. November 1891 errichtet der SGV-Letmathe auf dem Humpfert den ersten Aussichtsturm aus Holz. Dieser wurde im Winter 91/92 von einem Sturm zerstört.
1892 wird der zweite Holzturm errichtet. Dieser musste 1907 wegen Ameisenfrass abgerissen werden.
Der dritte Turm sollte länger halten, deshalb beschloss man, diesen aus Eisen zu errichten. Der damalige 1. Vorsitzende des SGV-Letmathe Carl Hassel setzte sich engagiert dafür ein. Die Gemeinde Letmathe stellte einige hundert Mark zur Verfügung. Durch einen Basar im Kaisersaal des Gasthofs Schmale wurden weitere Mittel aufgebracht. Das Material für das Eisengerüst wurde von Barmen aus mit dem Zug nach Letmathe gebracht und mit Pferdefuhrwerken zur Humpfert gebracht . Die Kosten summierten sich auf 4.250 Mark. Was für damalige Verhältnisse eine immens hohe Summe war. Zumal der Verein zu dieser Zeit nur 116 Mitglieder hatte.
Zur Einweihungsfeier am 21. Juni 1908 musizierten die Münsterschen Kürassiere. Die Letmather wurden gebeten, ihre Häuser zu schmücken und zu beflaggen.
Nachdem die Instandhaltung in den folgenden Jahrzehnten große Summen verschlungen hatte -ein Neuanstrich kostete 4.000 Mark- verkaufte man den Turm 1953 an die Stadt. Als später der Fürst von Bentheim-Tecklenburg zu Rheda Besitzer des Turmes wurde, sollte er abgreissen werden. Doch die Stadt Iserlohn nahm ihn in ihre Obhut und sorgt noch heute für seine Unterhaltung.
In diesen Tagen wurde sein 100jährigers Jubiläum gefeiert.

Die erste Wanderung fand am 07. Juni 1891 statt:
(Veröffentlichung vom 02. Juni 1891 im "Märkischen Volksblatt")
Am Sonntag dem 7. Juni d. J. beabsichtigt der Verein seinen ersten Ausflug zu machen. Derselbe soll als Endziel die überaus romantisch gelegene "Wilde Wiese" bei Lennhausen, Station der Eisenbahnstrecke Hagen - Siegen haben. Anmeldungen für die Tour sind bis zum 3. Juni beim Vorstand einzubringen. Falls genügend Anmeldungen erfolgen, wird der Vorstand Fahrpreisermässigungen beantragen. Die Fahrt geschieht mit dem ersten, um 5.37 Uhr hier abfahrenden Personenzuge. Die Teilnehmer werden gut thun, sich ausreichend mit Mundvorrat vorzusehen, da ein mehrstündiger Marsch in Aussicht genommen wird.

Um die Jahrhundertwende unternahm man auch schon Wanderfahrten in das Hochsauerland.
Für einen solchen Tagesausflug bestellte der Vorstand beim Bahnhofsvorsteher rechtzeitig einen sogenannten "Packwagen". Von aktiven SGVern mit Tischen, Bänken und Birkengrün versehen, bestieg man den Waggon, der an den fahrplanmäßigen Zug angehängt wurde. Nach der abendlichen Rückkehr saß man fröhlich im "Hotel zur Post" zusammen.

1896 wurde auf betreiben des SGV Letmathe an der Dechenhöhle eine Zughaltestelle eingerichtet.

1898 richtet der SGV Letmathe das 8. sauerländische Gebirgsfest aus.

Am 25. Juni 1908 wird der dritte Aussichtsturm auf der Humpfert eingeweiht. Diesmal aus Stahl, der heute noch existiert. Er ist vom Erdboden bis zur Plattform 9 m hoch. In den Kriegsjahren diente der Turm auch als Feuerwachturm.

1922 hat der SGV Letmathe 226 Mitglieder

In den Krieg- und wirtschaftlich schweren Jahren litt auch der SGV Letmathe. Ernst Schnadt hat in dieser schwierigen Zeit den Verein nach besten Kräften geführt. Er war von 1922 bis 1954 der 1. Vorsitzende.<br
1946 bereits ging es im Letmather SGV wieder aufwärts.

1948: Auszug aus dem Wanderplan:
Sonntag 16.9.48 "Pflaumenkuchen-Wanderung" Führer: Dietrich Pendling, Anmeldung bis 1. 9 .48 unter Abgabe von 100 g Brotmarken, 20 g Zuckermarken, 5 g Fettmarken bei Karl-Heinz Wöller

1951 am 07. April erfolgt bei strömenden Regen der erste Spatenstich für das SGV-Heim an der Schwerter Strasse. Richard Heetmann, ein treues SGV-Mitglied der Abteilung schrieb dazu:
"Die aiste Schüppenstiek es doen
bo´t SGV-Haim sall nu stoehn.
Loet - Hiarrguatt - us dian Bau geroen
un - n Sunnenhiemmel dräaver bloen!"


1952 am 11. Oktober konnte das Haus seiner Bestimmung übergeben werden.

Von 1952 bis 1972 wurde das Haus von 4 verschiedenen Familien bewirtschaftet.

1975 erklärte sich Hermann Striewe bereit das Amt des 1. Hüttenwartes zu übernehmen und hat dies bis 2003 vorbildlich geführt.

2003
hat Erika Fritsch, die bis dahin 2. Hüttenwartin war, dieses Amt übernommen.

Am 01.07.2012, im Rahmen unseres Sommerfestes, überreichte uns der Landrat Thomas Gemke im Beisein von Bürgermeister Klaus-Peter Arends und dem Präsidenten des SGV Aloys Steppuhn die Eichendorff-Plakette.
Dies ist höchste Auszeichnung, die einem Wanderverein verliehen werden kann.

Eichendorff - Plakette

     Eichendorff - Plakette.jpg Eichendorff - Plakette.jpg    

 

Unsere großen Feste im Laufe eines Jahres sind das "Sommerfest", die "Reibekuchen - Party".