Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

Großheubach 03-07.10.2017

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Wandern, dort wo der Wein wächst.

Nachdem es uns 2010 auf dieser Wanderfreizeit so gut gefallen hat, war der Wunsch, doch noch einmal in das Hotel Rosenbusch nach Großheubach zu fahren. Diesen Gedanken nahmen Karin und Lothar Wolf nochmals auf und kümmerten sich um die Organisation.

Schnell war das Kontingent von 16 Betten vergeben und so fuhren wir am Dienstag dem 03. Oktober über die A45 in den Odenwald. Nach der Ankunft und der Begrüßung im Hotel konnten wir gleich unsere Zimmer beziehen. Um 12:30 Uhr stand dann auch schon unser Menü dampfend auf dem Tisch. Danach wurde uns freigestellt, ob man sich ausruhen und auf den Abend vorbereiten wollte, oder das Örtchen Großheubach erkunden, denn um 17:30 Uhr stand bereits der Besuch einer Häckerwirtschaft auf dem Programm. Häckerwirtschaften heißen anderorts Besen- oder Straußwirtschaften. Hier können an bestimmten Tagen die Winzer ihren eigenen Wein ausschenken. Man sitzt hier ungezwungen mit „Zugereisten“ und „Einheimischen“ an einem Tisch und babbelt. Ja, das können „Sauerländer“ auch. Mit 16 Personen hatten wir natürlich einen reservierten Platz und mit Wein und Häckerspezialitäten hatten wir einen lustigen Abend, in der bis auf den letzten Platz belegten Wirtschaft.

4. Oktober: Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, hieß es Rucksack packen. Heute geht es zur ersten Wandertour auf dem „Fränkischen-Rotwein-Wanderweg“ (FRW) von Erlenbach über Klingenberg und Röllfeld nach Großheubach. Das sind ca. 15 Km. Mit dem Bus ging es bis Erlenbach. Von dort sofort etwas bergauf in die Weinberge. Von hier haben wir herrliche Aussichten, links bergauf in die leider abgeernteten Weinreben mit dem sich färbenden Weinlaub, rechts der Blick auf den ruhig dahin fließenden Main. Dann steigen wir hinab in den kleinen Winzerort Klingenberg. Statten dem „Gewürzamt“ einen kurzen Besuch ab und weiter geht es durch den nächsten Winzerort Röllfeld immer parallel zum Main nach Großheubach.

5. Oktober: Heute nehmen wir die letzte Etappe des FRW von Großheubach nach Bürgstadt unter die Wanderschuhe. An unserem Hotel, einige Stufen aufwärts und wir sind auf dem FRW. Wir wandern am Hang entlang vorbei an vielen Weinterrassen, von denen einige verwildert sind, dazwischen immer wieder Apfelbäume, in Richtung Bürgstadt. Unsere Wanderung führt uns weiter am Main entlang. Nach überqueren des Flüsschens Erf erreichen wir unser Ziel; Bürgstadt. Hier besuchen wir die sehenswerte Martinskapelle, erbaut um 950 mit seiner 1590 erfolgten Ausmalung mit einer Kinderbibel, in 40 Medaillons dargestellt. Von dort geht es am Main entlang nach Miltenberg. Hier haben unsere Organisatoren eine einstündige Schifffahrt auf dem Main vorgesehen. Leider ist das Wetter jetzt nicht mehr so schön, aber dafür hatten wir die besten Plätze im Schiff. Nach dem Wiederanlegen wird der Regen leider etwas stärker und wir laufen schnell zum „Riesen“, einem der ältesten Gasthöfe Deutschlands eine so genannte Fürstenherberge. Hier haben u. a. schon Richard Strauss, Theodor Heuss, Hans Albers, Heinz Rühmann und Elvis Presley übernachtet. Da ist doch der SGV-Letmathe genau richtig. Nachdem wir das „Faust-Bier“ im Riesen getestet haben, fahren wir mit dem Bus zurück nach Großheubach.

6. Oktober: Heute lassen wir es ruhig angehen. Nach dem Frühstück erklimmen wir über 612 Sandsteinstufen das Franziskanerkloster Engelberg. Es wurde 1630 am Ort eines aus dem 1300 Jahrhundert bestehenden Wallfahrtsortes erbaut. Hier genießen wir das bekannte dunkle Klosterbier aus Holzfässern. Ein Mönch in Zivil erzählt uns etwas aus seinem aufregenden Mönchsleben. Dann geht es weiter durch die Reben in Richtung Miltenberg. Wir durchstreifen Miltenberg mit seinen gepflegten Fachwerkhäusern sehen uns am bekannten „Schnatterloch“ um und fahren dann mit dem Bus zurück, d. h. zwei von uns sind noch gut drauf und laufen zurück.

7. Oktober: Heute müssen wir leider schon wieder die Rückfahrt antreten. Damit ging eine schöne Wanderfreizeit, bei der wir insgesamt 42 km gewandert sind, viel Neues erlebt und viel Spaß gehabt haben, zu Ende.       

SGV Letmathe, Lothar Wolf